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Koppeln Sie die t:slim X2™-Insulinpumpe mit dem kontinuierlichen Glukosemesssystem (CGM) Dexcom G6 oder G7®, um Ihre Glukosewerte länger im Zielbereich zu halten. Nutzen Sie unsere hochmoderne Prognosetechnologie, um Hyper- und Hypoglykämie ) zu vermeiden.1
Die t:slim X2-Insulinpumpe kann entweder allein verwendet oder optional mit dem CGM-System Dexcom G6 oder G7 gekoppelt werden. Die Möglichkeit zur Kopplung ist jederzeit gegeben.
Durch die Kopplung von CGMs mit Insulinpumpen entsteht ein automatisches Insulinabgabesystem (AID).2 Dies wird auch als Closed-Loop-System oder geschlossenes System oder als "künstliche Bauchspeicheldrüse" bezeichnet.2
Generell bieten AID-Systeme viele Vorteile gegenüber der alleinigen Verwendung von Insulinpumpen. Die Forschung zeigt, dass Die Verbindung von CGMs mit Insulinpumpen zu verbesserten Therapie Ergebnissen führen:2,3
Dabei wird das Risiko einer Hypoglykämie (Unterzuckerung) nicht erhöht.
Die Verwendung des Dexcom G6 hat in mehreren Studien die glykämischen Ergebnisse verbessert.4,5
Hauptgrund für diese Verbesserungen sind die prädiktiven Technologien Control-IQTM und Basal-IQTM.
Der Versuch, den Blutzuckerspiegel in einem bestimmten Bereich zu halten, kann eine Herausforderung und manchmal purer Stress sein.1 Aber mit unseren fortschrittlichen hybriden Closed-Loop-Technologien wird es einfacher.1
Die Basal-IQ™-Technologie nutzt die Daten des Dexcom G6-CGM (nicht mit G7 kompatibel), um Hypoglykämie-Ereignisse zu verkürzen und deren Häufigkeit zu reduzieren [1].1 Dazu werden niedrige Blutzuckerwerte 30 Minuten im Voraus vorhergesagt und die Insulinabgabe gegebenenfalls unterbrochen.1 Mit Basal-IQTM wird die Insulinabgabe wieder aufgenommen, sobald der Sensor feststellt, dass die Glukosewerte wieder ansteigen.1
Die Control-IQTM-Technologie nutzt die CGM-Werte des Dexcom G6 oder G7, um den Blutzuckerspiegel 30 Minuten im Voraus vorherzusagen und die Insulinabgabe automatisch anzupassen, um die Zeit im Zielbereich zu verlängern.1 Im Vergleich zu herkömmlichen sensorgestützten Insulinpumpen erhöht die Verwendung des Dexcom G6 mit Control-IQTM die Zeit im Zielbereich nachweislich um 11% - das sind durchschnittlich 2,6 Stunden pro Tag.5
Ihr CGM liefert tagsüber und nachts alle fünf Minuten Echtzeit-Glukosemesswerte und informiert Sie über Werte über und unter dem Zielbereich, so dass Sie entsprechend handeln können.1
Ein diskreter Sensor, der sich direkt unter der Haut befindet, misst Ihre Blutzuckerwerte bis zu 10 Tage lang.
Die Blutzuckerdaten werden drahtlos über Bluetooth® Technologie an die t:slim X2 und ein kompatibles Smartgerät gesendet.1
Durch diese Integration macht die prädiktive Technologie der t:slim X2-Pumpe Fingerstichtests zur Kalibrierung oder zur Mahlzeiten-Dosierung überflüssig1
Fingerstichtests sind jedoch weiterhin erforderlich, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Glukosewerte und die Messwerte des Dexcom G6 oder G7 nicht mit Ihren Symptomen oder Erwartungen übereinstimmen.1
Das Dexcom G7 bietet Verbesserungen wie eine reduzierte Größe und neue Funktionen, die die Alarm-Fatigue verringern und so das CGM-Erlebnis optimieren.6,7
Im Vergleich zum Dexcom G6 ist der Dexcom G7 um 60% kleiner und hat ein neues Design, das mehr Komfort und Benutzerfreundlichkeit bietet.7
Das Dexcom G7 CGM verfügt außerdem über eine verzögerte "First Alert"-Funktion, die den Hinweis auf einen Anstieg des Blutzuckerspiegels um einen voreingestellten Zeitraum verschiebt. Wenn Sie dann eine Meldung erhalten, müssen Sie etwas unternehmen.6
Diese Funktion ist besonders hilfreich, wenn der Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit ansteigt. Diese Funktion kann verhindern, dass Sie unnötige Maßnahmen (Insulinabgabe) ergreifen, die das Risiko einer Hypoglykämie erhöhen können.6
Die Dexcom G7 App verfügt außerdem über die neue Funktion "Alle Alarme stumm schalten", mit der Sie alle Alarme bis zu 6 Stunden lang stumm schalten können, damit Sie im Bedarfsfall Ruhe haben.6
Um Ihre t:slim X2 Pumpe mit Dexcom G6 oder G7 zu verbinden, müssen Sie eine Dexcom G6/G7 CGM Sender-ID in Ihrer t:slim X2 Pumpe eingeben.8
Sobald Sie die Sender-ID in Ihre Pumpe eingegeben haben, werden die beiden Geräte gekoppelt, so dass Ihre Pumpe die Glukosewerte Ihres neuen CGM anzeigt.8
Sie finden die Sender-ID auf der Unterseite Ihres Senders.8
Gehen Sie wie folgt vor, um sie in Ihre Pumpe einzugeben:8
Sie sind startbereit! Ihr CGM ist jetzt mit Ihrer Pumpe verbunden.
Ihre t:slim X2™ Insulinpumpe ist so konzipiert, dass Sie schnell und einfach auf alle Funktionen zugreifen können, die Sie für Ihr tägliches Diabetesmanagement benötigen, unabhängig davon, wie gut Sie sich bereits auskennen.
In diesem Artikel befassen wir uns mit der Benutzeroberfläche der t:slim X2™ Pumpe und erläutern ihre Funktionen und Navigation, damit Sie Ihr Gerät optimal nutzen können.
Ihre Insulinpumpe ist in vielerlei Hinsicht mit einem Smartphone vergleichbar. Auf ihrem großen Farb-Touchscreen werden verschiedene Symbole angezeigt, die jeweils eine Funktion der Pumpe darstellen, mit der Sie sich vertraut machen sollten.
Die t:slim X2™ Pumpe verfügt über einen Startbildschirm und einen Sperrbildschirm, auf denen die folgenden Informationen angezeigt werden:
Die Pumpe verfügt außerdem oben über eine Taste "Bildschirm ein/Sofortbolus”, mit der der Bildschirm ein- und ausgeschaltet oder ein Sofortbolus (Quick Bolus) programmiert werden kann.
Die Insulinpumpe ist mit dem Insulinreservoir über einen Schlauch verbunden, welches wiederum über einen Anschluss mit dem Schlauch des Infusionssets verbunden ist.
Außerdem verfügt die Insulinpumpe über ein USB-Kabel, mit dem Sie diese über eine herkömmliche Steckdose, einen Computer oder ein Auto aufladen können.
Informationen finden wie zum Beispiel:
Auf dem Startbildschirm werden außerdem weitere Symbole angezeigt, mit denen Sie durch Antippen die einzelnen Funktionen nutzen können. Dazu gehören:
Über dieses Symbol gelangen Sie zum Bolusbildschirm. Hier können Sie Insulineinheiten oder Kohlenhydrate zur Berechnung eines Bolus verwenden. Auf diesem Bildschirm können Sie auch Ihren Blutzuckerwert manuell eingeben, sofern die Insulinpumpe nicht mit einem CGM-System verbunden ist. Auch Insulineinheiten können manuell eingegeben werden.
Über dieses Symbol gelangen Sie zum Bildschirm “Optionen”, wo Sie zum Beispiel die Insulinabgabe stoppen oder fortsetzen können, die Kanüle oder Schlauch füllen oder das Reservoir wechseln können. Ebenfalls können Sie unter “Optionen” Ihr CGM starten und stoppen und haben Zugriff auf die Aktivitäten Bewegung und Schlaf, um diese zu programmieren. Die Geräteeinstellungen, sowie Ihren Pumpen- und CGM Verlauf finden Sie ebenfalls unter “Optionen”.
Unter "Meine Pumpe”, ebenfalls unter “Optionen”, finden Sie den Menüpunkt Persönliche Profile, die Sie hier individuell für sich programmieren können. Des Weiteren lassen sich im Menü “Optionen” Warnmeldungen und Erinnerungen einstellen und Sie haben Zugriff auf die Grundeinstellungen der Control-IQ-Technologie sowie Pumpeninformationen (z.B. die Seriennummer.
Um darauf zuzugreifen, tippen Sie oben rechts auf dem Startbildschirm auf den aktullen Rest-Insulinstand. Der aktuelle Statusbildschirm dient nur als Anzeige. Er zeigt Dinge wie:
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, bevor Sie Ihre Pumpe benutzen. Gemeinsam entscheiden Sie, welche Funktionen der Insulinpumpe für Sie am besten geeignet sind, welche CGM-Einstellungen Sie vornehmen und wie Sie die CGM-Daten für Ihr Diabetesmanagement nutzen.
Falsche Insulineinstellungen können zu Hyperglykämie (hoher Blutzucker) oder Hypoglykämie (niedriger Blutzucker) führen.
Die t:slim X2™ Pumpe bietet 6 persönliche Profile, die Sie individuell und nach Ihren persönlichen Bedürfnissen programmieren können. In jedem Profil lassen sich die Basalrate und die Faktoren für Korrektur und Kohlenhydrate individuell programmieren. Die t:slim X2 Insulinpumpe bietet so mehr Flexibilität und Freiheit für Ihren Alltag mit Diabetes..
Jedes Profil kann unter einem eigenen Namen gespeichert werden. So können Sie beispielsweise ein separates Profil für die Wochentage und ein anderes für die Wochenenden erstellen, oder sich zum Beispiel Profile für Schichtarbeit oder sportliche Aktivitäten anlegen.
Sie können ein neues persönliches Profil erstellen, indem Sie auf Ihrem Startbildschirm auf das Symbol "Optionen" tippen. Dadurch gelangen Sie auf den Bildschirm "Meine Pumpe", wo Sie auf Ihre "Persönlichen Profile" zugreifen können.
Weitere Informationen allgein zur Insulinpumpentherapie finden Sie in unserem Artikel “Wie funktioniert eine Insulinpumpe”
Die t:slim X2™ Insulinpumpe bietet verschiedene Hinweise, Warnungen und Alarme. Die Hinweise stellen sicher, dass Sie eine von Ihnen festgelegte Option nicht vergessen, z.B. die Abgabe eines Bolus zu einer Mahlzeit.
Warnungen und Alarme informieren Sie über die Leistung und die Sicherheit der Insulinpumpe. Sie können zum Beispiel einen Warnhinweis erhalten, wenn Ihr Reservoirfüllstand zu niedrig ist.
Alarme sind wichtig, weil sie Sie darüber informieren, dass die Insulinabgabe gestoppt wurde oder demnächst stoppt. Beispielsweise können Sie einen Alarm erhalten, dass sich der Füllstand Ihres Reservoirs demnächst dem Ende neigt, oder es nicht richtig befüllt wurde. Sie sollten Ihre Pumpe regelmäßig auf eventuelle Alarme überprüfen.
Die Touchscreen und die intuitive Benutzeroberfläche der t:slim X2™ Insulinpumpe machen es dem Benutzer leicht, sich in allen Funktionen zurechtzufinden. Über den T-Button auf Ihrer T:slim X2 Insulinpumpe, kommen Sie immer wieder auf den Startbildschirm zurück.
Weitere Informationen über die t:slim X2™ Insulinpumpe finden Sie auf https://die-clevere-insulinpumpe.de/
Mit der t:slim X2™ Insulinpumpe erhalten Sie mehr als nur eine Pumpe.
In diesem Leitfaden erläutern wir die vielen Vorteile der t:slim X2™ und geben einen Überblick über die wichtigsten Informationen zu Pumpe, Zubehör und Verbrauchsmaterialien, Garantie, Kontaktinformationen und vieles mehr.
Mit der t:slim X2™ Insulinpumpe erhalten Sie fachkundige Schulung und Unterstützung sowie einen umfassenden Kundenservice. All dies ist Teil einer uneingeschränkten Nutzererfahrung, bei der Sie im Mittelpunkt stehen [1].
Vorteile einer t:slim X2™ Insulinpumpe:
Wir bieten Ihnen und Ihrer medizinischen Fachkraft von Anfang an und während der gesamten Therapielaufzeit mit der t:slim X2 Schulungen und Trainings an. Unser in Deutschland ansässiges Kundendienstteam von VitalAire bietet Insulinpumpennutzern und medizinischen Fachkräften rund um die Uhr telefonische Unterstützung.1
Die dank ihrer kleinen Größe leicht tragbare t:slim X2™ verfügt über eine anwenderfreundliche Benutzeroberfläche mit einem großen Farb-Touchscreen und einem leicht aufladbaren Akku.1,2 Durch das intuitive und schlanke Design der Pumpe können Sie schnell und einfach auf alle benötigten Diabetes-Management-Funktionen zugreifen.2
Technologien für das Diabetesmanagement entwickeln sich rasch weiter. Deshalb wird die Software unserer Pumpe ständig aktualisiert, damit Sie stets über die neueste Technologie verfügen, ohne einen Gerätewechsel vornehmen zu müssen (2).
Neben dem im Lieferumfang der Pumpe enthaltenen Zubehör, bieten wir eine große Auswahl an Zusatz- und Verbrauchsmaterialien, darunter Infusionssets, Insulinpumpentaschen und Displayschutzfolien, damit Ihre Pumpe frei von Kratzern und Schrammen bleibt.3
Die t:slim X2™-Insulinpumpe verfügt über die Control-IQ-Technologie - eine prädiktive Technologie, die in Verbindung mit einem kontinuierlichen Glukosemessgerät (CGM) den Glukosewert vorausberechnet.2
Die Control-IQ-Technologie nutzt die CGM-Messwerte, um den Glukosewert 30 Minuten im Voraus zu berechnen, und passt die Insulindosis automatisch an, um einen zu hohen oder zu niedrigen Blutzucker zu vermeiden.1,2
Um mit prädiktiven Technologien und anderen Fortschritten in der Diabetestherapie Schritt zu halten, können Sie Ihre Pumpe aktualisieren, genau wie ein Smartphone. Die Software des t:slim X2™ ist derzeit in der Version 7.7 verfügbar und kann während der vierjährigen Garantiezeit aktualisiert werden, sodass das Gerät aktuell bleibt und Sie es nicht ersetzen müssen [3].
Um Ihre Software zu aktualisieren, schließen Sie Ihre Pumpe einfach über ein USB-Kabel an einen geeigneten Computer an und laden Sie den Tandem Device Updater herunter.4 Anschließend befolgen Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm, um die Aktualisierung abzuschließen.
Wenn Sie mit Typ-1-Diabetes leben und sich für eine Insulinpumpentherapie entscheiden, wollen Sie Behandlungserfolge erzielen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Deshalb bieten wir All-in-One-Infusionssets an, mit denen Sie den bequemsten Weg für die Insulinverabreichung finden und die sich leicht einführen und schnell anschließen lassen.
Ihre Pumpe wird bereits mit in einer Schutzhülle geliefert, aber um Ihnen noch mehr Auswahl zu bieten, bieten wir auch eine Vielzahl von Schutzhüllen und Etuis aus weichen Materialien und in spektakulären Farben an.
Wenn Sie Ihre Insulinpumpe ständig bei sich tragen, sollten Sie sie auch vor Kratzern, Schrammen, versehentlichem Herunterfallen oder Kratzern auf dem Bildschirm schützen. Deshalb bieten wir auch Schutzfolien für Bildschirme und Ersatz-USB-Deckel für den Micro-USB-Anschluss Ihrer Pumpe an.
Lesen Sie mehr über das verfügbare Zubehör auf unserer Sonderseite. Um Bestellungen aufzugeben oder weitere Informationen anzufordern, wenden Sie sich an unser Kundendienstteam.3
Mit dem Kauf erhalten Sie eine 4-Jahres-Garantie für Ihr Gerät.3,5 Bei einem Herstellungsfehler wird Ihre Pumpe sofort ausgetauscht.
Sie können Ihre Pumpe auch während der Garantiezeit zurückgeben.3,5 Bei unserem Kundendienst unter den unten aufgeführten Telefonnummern erfahren Sie, wie Sie Ihre Pumpe zurückgeben oder austauschen lassen können oder füllen Sie unser Kontaktformular aus.
Wenn Sie dringende Fragen zu Ihrer Pumpe haben, steht Ihnen unser Kundendienstteam rund um die Uhr zur Verfügung. Wählen Sie einfach die folgende gebührenfreie Rufnummer:
0800/100 16 44*
Die Kontaktdaten des örtlichen Kundendienstes finden Sie auch auf dem Bildschirm "Meine Pumpe" zusammen mit der Seriennummer und anderen technischen Informationen.3
Für andere, weniger dringende Fragen zu Ihrem t:slim X2™ und zur Insulinpumpentherapie im Allgemeinen besuchen Sie unsere FAQ-Seite.
Wenn Sie dort keine Antwort auf Ihre Fragen finden, gehen Sie auf unsere Kontaktseite, um die gewünschten Informationen anzufordern.
Wenn Sie mehr über t:slim X2™ erfahren möchten, besuchen Sie unseren Downloadbereich. Dieser enthält nützliche Informationen und Dokumente, darunter:
Broschüre für die t:slim X2™ Insulinpumpe
Wichtige Informationen zum Fliegen mit Ihrer Pumpe
Benutzerhandbuch für die Control-IQ-Technologie
Kurzanleitungen für die Verwendung der t:slim X2™ Pumpe (mit oder ohne Basal-IQ-Technologie und Control-IQ-Technologie)
Mit der t:slim X2™ erhalten Sie viel mehr als nur eine Pumpe: schnelle Lieferung, fachkundige Schulung und Unterstützung, einfache und intuitive Benutzeroberfläche und die Möglichkeit, sich über die neuesten Diabetestechnologien auf dem Laufenden zu halten.
Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie Fragen zur t:slim X2™ Insulinpumpe haben.
Die t:slim X2™ ist die erste Insulinpumpe ihrer Art: ein kleines, tragbares Gerät, das Software-Updates ermöglicht und Ihnen hilft, Ihren Diabetes auch unterwegs zu managen.1,2
Mit über 300.000 aktiven Nutzern weltweit, ermöglicht die t:slim X2™ Insulinpumpe vielen Menschen mit Typ-1-Diabetes aktiv zu bleiben und gleichzeitig ihren Glukosespiegel im Zielbereich zu halten.3 In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Merkmale und Vorteile der t:slim X2 Insulinpumpe vor.
Die t:slim X2™ ist klein, leicht und einfach zu tragen.
Mit einer Länge von 7,95 cm, einer Breite von 5,08 cm und einer Höhe von 1,52 cm ist die t:slim X2™ Insulinpumpe nicht größer als eine Kreditkarte. 4 Die Pumpe ist sogar bis zu 38% kleiner als vergleichbare Geräte mit Closed-Loop-System. 11
Die Insulinpumpe t:slim X2™ mag klein sein, hat es aber in sich. Mit nur 113 Gramm fasst sie ein Reservoir mit bis zu 300 Einheiten Insulin.1,4
Durch ihre geringe Größe und geringem Gewicht ist die t:slim X2™ ein idealer Begleiter für den Alltag. Ebenso können Sie bei Ihrer nächsten Flugreise sicher sein, dass die Pumpe Metalldetektoren sicher passieren kann.5 Sie ist jedoch nicht dafür ausgelegt, Röntgengeräte zu passieren, also gehen Sie mit Ihrer Insulinpumpe bitte niemals durch einen Ganzkörperscanner oder legen sie in ein Gepäck-Röntgengerät.5
Die t:slim™ verfügt über einen praktischen wiederaufladbaren Akku, den Sie unterwegs über einen Micro-USB-Anschluss aufladen können.1,4
Somit werden keine Einwegbatterien in der t:slim X2™ benötigt, was auch bedeutet, dass Sie besser auf Notfallsituationen vorbereitet sind – wenn Ihr Akku leer ist, können Sie die Pumpe über eine Powerbank oder Steckdose wieder aufladen.1
Die t:slim X2™ hat eine lange Akkulaufzeit. Sie bietet zudem Warnungen bei niedrigem Akkustand mit genügend Vorlaufzeit, so dass Sie auf jede Situation gut vorbereitet sind.4
Wenn der Akku vollständig aufgeladen ist, hält er bis zu vier Tage, wenn Sie die Pumpe mit einem integrierten kontinuierlichen Glukosemessgerät (CGM) verwenden, und bis zu sieben Tage, wenn Sie das CGM nicht verwenden.4
Denken Sie jedoch daran, dass die Lebensdauer des Akkus von Person zu Person unterschiedlich ist und von mehreren Faktoren abhängt, wie zum Beispiel:4
Die Pumpe kann allein oder mit einem kompatiblen CGM verwendet werden.1 Die t:slim X2™ ist mit den CGM-Systemen Dexcom G6 und Dexcom G7 kompatibel.1
In Verbindung mit dem Dexcom G6/G7 berechnet die t:slim X2™, wann es Zeit für die nächste Insulindosis ist.1 Die Pumpe nutzt eine spezielle Technologie, die hohe und niedrige Blutzuckerwerte 30 Minuten im Voraus auf Grundlage der CGM-Messwerte vorhersagt.1
Der t:slim X2™ reduziert oder stoppt automatisch die Basalinsulinabgabe, um eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) zu verhindern, bzw. erhöht die Insulinabgabe, um eine Überzuckerung (Hyperglykämie) zu verhindern. 1Dadurch erhöht sich die Zeit im Zielbereich (der Prozentsatz der Zeit, in der sich Ihr Blutzuckerspiegel innerhalb eines „Zielbereichs“ befindet) für seine Nutzer.1
Es ist wichtig, daran zu denken, dass die t:slim X2™-Pumpe und ihre CGM-Technologie ein aktives Diabetesmanagement nicht ersetzen.1 Wenn Sie die Pumpe verwenden, stellen Sie sicher, dass Sie:1
Im Vergleich zu einer herkömmlichen sensorunterstützten Pumpe, kann der prädektive Algorithmus der t:slim X2 Insulinpumpe die Time in Range (TIR) sowohl über 24 Stunden als auch über Nacht verbessern.6 Dadurch brauchen sich die Anwender*innen weniger Sorgen um ihren Glukosespiegel machen und können ihr Leben und Lieblingsaktivitäten mehr genießen.2
Darüber hinaus verfügt die t:slim X2™ über spezielle Einstellungen für Schlaf- und Bewegungsaktivitäten, die es dem Anwender*in ermöglichen, den Glukosespiegel in bestimmten Situationen besser zu managen.1 Die Pumpe bietet die Möglichkeit, bis zu sechs individuelle programmierbare Abgabeprofile zu erstellen, mit jeweils individuell einstellbaren Baslaraten, Insulin-Kohlenhydrat-Verhältnis und Korrekturfaktoren.7
Dadurch ist die t:slim X2™ besonders geeignet für Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einen aktiven Lebensstil führen, wie zum Beispiel:7
Diabetes leicht erklärt: Das Diabetes-Glossar erläutert medizinische Terminologie, die im Zusammenhang mit Diabetes verwendet wird.
Forscher arbeiten kontinuierlich daran, neue Technologien und Möglichkeiten zu testen, die uns einer Heilung von Typ-1-Diabetes näher bringen [1].
In diesem Artikel geben wir einen Überblick über die neuesten Forschungsergebnisse zur möglichen Heilung von Typ-1-Diabetes: Entdeckungen, potenzieller Nutzen, Risiken und Herausforderungen.
In den letzten 25 Jahren gab es etliche Fortschritte in der Diabetes-Technologie und bei der Patientengesundheit, aber eine Heilung für Typ-1-Diabetes wurde noch nicht gefunden [2].
Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, d.h. das Immunsystem greift körpereigene gesunde Zellen an [3]. Bei Menschen mit Typ-1-Diabetes greift das Immunsystem unter anderem Betazellen an. Das sind die Zellen, die in der Bauchspeicheldrüse Insulin produzieren [3, 4]. Ohne genügend Insulin wird der Glukosespiegel beeinträchtigt, was sowohl kurz- als auch langfristige gesundheitliche Komplikationen zur Folge hat [3]. Typ-1-Diabetes wird auch als insulinabhängiger Diabetes bezeichnet, da die Betroffenen auf die Verabreichung von Insulin angewiesen sind, um ihren Glukosespiegel im Rahmen zu halten [3].
In den letzten 25 Jahren wurden erhebliche Fortschritte im Leben von Menschen mit Typ-1-Diabetes [2]. Die Menschen leben länger und entwickeln weniger Folgekomplikationen, und fortschrittliche Technologien erleichtern die Behandlung der Krankheit [2].
Eine Heilung ist jedoch, nach wie vor, nicht möglich [2]. Um Komplikationen vorzubeugen, müssen Menschen mit Typ-1-Diabetes wissen, wie sie ihr Insulin verabreichen und welche Therapie für sie am besten geeignet ist. Sie müssen Kohlenhydrate zählen, Lebensmitteletiketten lesen und sind für den Rest ihres Lebens auf Insulin angewiesen [4].
Ein Grossteil der Forschung zur möglichen Heilung von Typ-1-Diabetes dreht sich um die Betazellen und die Langerhans-Inseln - Betazell-Cluster in der Bauchspeicheldrüse [1]. Bei Typ-1-Diabetes werden nach und nach alle insulinproduzierenden Betazellen zerstört, was zu einem kompletten Insulinmangel führt [4].
Eine Heilung für Typ-1-Diabetes müsste also Folgendes bewirken [1, 5]:
Einige der wichtigsten Forschungsbereiche, die sich mit der Suche nach einer Heilung für Typ-1-Diabetes befassen, sind [1, 5]:
Schauen wir uns diese Schlüsselbereiche der Forschung zur Heilung von Typ-1-Diabetes einmal genauer an.
Manche Experten sind der Meinung, dass die Stammzelltherapie „der am weitesten fortgeschrittene Ansatz zur Heilung von Typ-1-Diabetes" ist[3]. Forscher können mit Hilfe von Stammzellen im Labor insulinproduzierende Betazellen erzeugen und diese dann transplantieren, um die geschädigten Zellen oder ganze Inseln zu ersetzen [3, 5].
Mehrere Studien an Tieren und Menschen haben gezeigt, dass mit Hilfe der Stammzellentherapie der Glukosespiegel reguliert, die Funktion der Betazellen wiederhergestellt, der tägliche Insulinbedarf gesenkt und die Zahl der Hypoglykämie-Episoden verringert werden kann [2, 3, 6].
In einer laufenden klinischen Phase-1/2-Studie mit einer Therapie auf Stammzellenbasis konnten zwei Patienten sogar einen verbesserten Blutzuckerspiegel und einen geringeren Insulinbedarf erzielen und benötigten daraufhin weniger Insulininjektionen[6].
Diese Therapie erfordert jedoch die fortlaufende Einnahme von Immunsuppressiva, damit das Immunsystem des Patienten die eingepflanzten Betazellen nicht abstößt [5, 6]. Immunsuppressiva haben allerdings eine Reihe von Nebenwirkungen und erhöhen das Risiko anderer Gesundheitsprobleme [1, 2].
Außerdem ist noch längst nicht bekannt, wie sich die Stammzellentherapie langfristig auf Menschen auswirken kann [3]. Es gibt etliche technische Hürden und Fragen, die im Zusammenhang mit der Anwendung von Stammzelltherapie beim Menschen beantwortet werden müssen; die meisten positiven Ergebnisse stammen aus der Tierforschung und sind in Studien am Menschen nur schwer abzubilden [2, 3].
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie die Stammzellentherapie Typ-1-Diabetes heilen kann und welche Risiken und Herausforderungen damit verbunden sind, lesen Sie unseren Artikel über die Behandlung von Diabetes mit Stammzellen.
Bei der Verkapselungstherapie oder Inselzellverkapselungstherapie wird ein Gerät verwendet, das die eingepflanzten Betazellen einkapselt. Diese werden mit einer Schutzschicht umhüllt, bevor sie im Körper eingepflanzt werden, um sie vor Angriffen des Immunsystems zu schützen [1, 3, 7].
Diese Technologie findet Anwendung bei der Inselzelltransplantation und zielt darauf ab, das Überleben und die Funktion der aus Stammzellen gezüchteten Betazellen zu verbessern[3, 6]. Studien haben gezeigt, dass eingekapselte Inseln länger überleben, funktionieren und biokompatibler (d.h. mit lebendem Gewebe kompatibel) sind als nicht eingekapselte Inseln [3].
Die Kapseln können aus Alginat hergestellt werden [3, 7]. Alginat ist ein Material, das neutral ist; es reagiert nicht mit lebendem Gewebe und wird nicht vom Immunsystem als fremd oder gefährlich angesehen [7]. Damit könnte die Verkapselungstechnik theoretisch den Bedarf an Immunsuppressiva überflüssig machen [3, 4, 5, 6].
Eine große Herausforderung bei dieser Technologie besteht darin, sicherzustellen, dass die eingekapselten Zellen nach der Transplantation weiterhin ausreichend Sauerstoff aus dem Blutkreislauf erhalten [3, 4,]. Denn ohne genügend Sauerstoff sterben die Betazellen ab und können kein Insulin mehr abgeben [4].
Eine weitere Herausforderung besteht darin, die Betazellen dazu zu bringen, langfristig ohne Immunsuppressiva zu überleben und zu funktionieren [4, 5]. Zur Lösung dieser Probleme experimentieren Wissenschaftler mit verschiedenen Materialien und Kapselgrössen [4, 7].
Die Verkapselungstechnologie hat sich bei Menschen mit Typ-1-Diabetes noch nicht bewährt, aber es laufen mehrere klinische Studien am Menschen [4, 5, 6].
Die Regenerationsforschung konzentriert sich darauf, den Körper zur Bildung neuer Betazellen anzuregen und die vom Immunsystem bei Typ-1-Diabetes zerstörten Zellen zu ersetzen bzw. geschädigte Betazellen zur Regeneration zu bewegen [1, 5, 8].
Die Regenerationsforschung und die Stammzellenforschung arbeiten eng zusammen. Wissenschaftler nutzen Stammzellen, um im Labor Betazellen herzustellen. Dadurch können sie besser verstehen, wie sich diese Zellen im Körper entwickeln und vermehren [8].
Wenn Wissenschaftler besser verstehen, warum und wie der menschliche Körper Betazellen bildet, können sie versuchen, Auslöser zu finden, die ihn auch bei Typ-1-Diabetes dazu „ermutigen“ [1, 8]. So haben verschiedene natürliche Substanzen (wie Hormone und Nährstoffe) in Tierversuchen den Betazellen geholfen, ihre Masse zu regenerieren und sich zu vermehren [2, 4, 5].
Die größte Herausforderung ist jedoch die Übertragung dieser vielversprechenden Ergebnisse auf Studien am Menschen [2, 5]. Bisher ist es den Forschern trotz aller Versuche nicht gelungen, die bei Tieren beobachteten Ergebnisse auf den Menschen zu übertragen [2, 5]. Die Forschung steht noch ganz am Anfang und es gibt noch viel zu lernen und zu erforschen [8].
Eine weitere Möglichkeit, Typ-1-Diabetes zu bekämpfen, ist die Immuntherapie. Dabei wird das Immunsystem so „umprogrammiert“, dass es Betazellen nicht mehr zerstört [4]. Es gibt mehrere Immunpfade, die von Wissenschaftlern mit unterschiedlichem Erfolg getestet wurden [3, 4, 5].
Eine der jüngsten Formen der Immuntherapie konzentriert sich auf den Einsatz regulatorischer T-Zellen oder „Tregs“ [4]. Tregs sind Immunzellen, die die Funktion anderer Immunzellen bekanntlich verändern [4]. In mehreren vorklinischen Studien haben sie die Inseltransplantation verbessert und dazu beigetragen, dass die Inseln länger überleben (ohne Immunsuppressiva) [4]. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass eine Behandlung mit Tregs Kindern mit Typ-1-Diabetes hilft, ihre Insulindosis konstant zu halten und die Entzündung über einen Zeitraum von zwei Jahren zu kontrollieren [4].
Für die Behandlung von Typ-1-Diabetes wurden bereits zahlreiche Immuntherapiestrategien vorgeschlagen und erprobt, allerdings mit begrenztem Erfolg [4]. Einige klinische Studien haben zwar positive Ergebnisse gezeigt, die jedoch begrenzt und von kurzer Dauer waren [4].
Derzeit laufen Studien zur Entwicklung der nächsten Generation von Immuntherapien für Diabetes [4].
Ein weiterer neuer Ansatz in der Immuntherapie ist die Nanotechnologie. Dabei werden Patienten mit Typ-1-Diabetes Nanopartikel verabreicht, die mit Peptiden aus der Bauchspeicheldrüse beschichtet sind [4]. Sobald das Immunsystem mit diesen Nanopartikeln in Berührung kommt, löst es eine Kettenreaktion aus, die mit der Bildung von Zellen endet, die die zerstörerische Autoimmunreaktion stoppen [4].
Dieser Ansatz ist sehr attraktiv, da er es den Forschern ermöglicht, selektiv auf bestimmte Aspekte des Immunsystems einzuwirken, während der Rest intakt bleibt [4]. Die Forschung ist jedoch noch nicht abgeschlossen und die hoffnungsvollen Ergebnisse aus Tierversuchen müssen noch auf den Menschen übertragen werden [4].
Stehen wir also kurz vor der Heilung von Typ-1-Diabetes? Die einfache Antwort lautet: Es kommt darauf an, was mit „kurz vor“ gemeint ist.
Wissenschaftliche Fortschritte lassen eine Heilung in greifbare Nähe rücken [2, 3, 6]. Dennoch hören wir diese Aussage seit vielen Jahrzehnten [2]. Die größte Herausforderung ist die Prognose, wann genau diese Behandlungsmethoden für alle verfügbar sein werden [5].
Jay S. Skyler, Autor des Artikels "Hope vs. Hype: Where are we in type 1 diabetes?", kommt zu dem Schluss: „Wir sind optimistisch, dass alle [vorstehend] diskutierten wissenschaftlichen Richtungen zu einem Ergebnis kommen werden. Die größte Schwierigkeit besteht darin, den genauen Zeitpunkt vorherzusagen" [5].
Obwohl ein Heilmittel für Typ-1-Diabetes wahrscheinlich nicht sofort zur Verfügung stehen wird [2, 5], arbeiten die Wissenschaftler kontinuierlich an seiner Entwicklung. Einige der in diesem Artikel vorgestellten wissenschaftlichen Durchbrüche sind sehr vielversprechend [3].
Es gibt jedoch noch etliche Vorbehalte und Risiken. So konnten viele der hoffnungsvollen Ergebnisse aus Tierversuchen noch nicht auf den Menschen übertragen werden und nur wenige Menschen mit Typ-1-Diabetes, die an klinischen Studien teilnehmen, sind bisher ohne die Hilfe von Immunsuppressiva komplett insulinunabhängig geworden [3, 5].
Dennoch sollte man nicht vergessen, dass wir der Heilung von Typ-1-Diabetes inzwischen näher sind als je zuvor [9]. In der Zwischenzeit sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, damit er Ihnen am besten helfen kann, Ihren Diabetes in den Griff zu bekommen.
Die Stammzellenbehandlung für Diabetes ist ein neues, vielversprechendes Forschungsgebiet, insbesondere für Typ-1-Diabetes [1].
In diesem Artikel stellen wir die neuesten Fortschritte in der Stammzellforschung für Typ-1-Diabetes und die möglichen zukünftigen Heilungschancen für Typ-1-Diabetes durch Stammzelltechnologie sowie die Herausforderungen und Risiken dieser potenziellen Behandlung vor.
Stammzelltherapie ist eine vielversprechende Behandlung für verschiedene Erkrankungen, einschließlich Diabetes [1, 2]. Um zu verstehen, wie sie funktioniert, müssen wir zuerst verstehen, was Stammzellen sind.
Stammzellen sind einzigartige unspezifische Körperzellen, die sich erst noch zu einem spezifischen Zelltyp entwickeln müssen [2].
Der menschliche Körper braucht Stammzellen, um neues Gewebe zu erzeugen; Stammzellen sind der Ursprung für Zellen in Geweben [2]. Stammzellen können sich beliebig oft teilen und erneuern und bei Bedarf in spezifische Zelltypen ausdifferenzieren [2].
In verschiedenen Lebensphasen haben wir Stammzellen in unserem Körper – vom Embryo bis zum Erwachsenenalter [2].
Stammzellen existieren in den meisten Geweben des menschlichen Körpers, so dass sie verschiedenen Stellen entnommen werden können [2]. Häufige Quellen für die Entnahme von Stammzellen [2]:
In der Stammzellforschung isolieren und kontrollieren Wissenschaftler Stammzellen im Labor, um sie zur Bildung neuer Stammzellen oder anderer spezifischer (oder differenzierter) Zelltypen oder Gewebe zu verwenden [2].
Mit Hilfe der Forschung können wir besser verstehen, wie sich bestimmte Erkrankungen entwickeln und eine Therapiestrategie entwickeln [2]. Die Stammzelltherapie hat erhebliches Potenzial in der regenerativen Medizin, da Stammzellen in der Lage sein können, Gewebe neu aufzubauen, das unter bestimmten Bedingungen geschädigt wird [2]. Möglicherweise können Stammzellen künftig zur Wiederherstellung von Herzgewebe nach einem Herzinfarkt oder zur Behandlung degenerativer Erkrankungen eingesetzt werden [2].
In den letzten Jahrzehnten wuchs das Interesse an Stammzelltherapie zur Behandlung oder Heilung von Typ-1-Diabetes [3].
Bei Typ-1-Diabetes oder insulinabhängigem Diabetes greift das Immunsystem insulinbildende Betazellen in der Bauchspeicheldrüse an [3]. Dadurch verringert sich in der Bauchspeicheldrüse Insulin, was zu hohen Glukosewerten und diversen gesundheitlichen Problemen führt [3].
Die tägliche Verabreichung von Insulin ist für Menschen mit Typ-1-Diabetes zur Regulierung des Glukosespiegels unerlässlich [3]. Die Insulineinnahme kehrt jedoch weder den Typ-1-Diabetes um, noch hilft sie Menschen, Insulinunabhängigkeit zu erreichen und ohne Medikamenteneinnahme einen normalen Blutzuckerspiegel zu erreichen [3].
Bei der Suche nach einer Behandlung für Typ-1-Diabetes, die das Blutzucker- bzw. Glukosemanagement wieder herstellt, damit Menschen nicht mehr auf Insulin angewiesen sind, haben Pankreastransplantationen oder Pankreas-Inselzelltransplantationen vielversprechende Ergebnisse gezeigt [3]. Dennoch gibt es Einschränkungen bei dieser Behandlungsoption und die Risiken einer Abstoßung und Spendermangel haben Forscher dazu gebracht, nach Alternativen wie derStammzelltherapie zu suchen [3].
Mit Hilfe von Stammzellen können insulinbildende Zellen, Langerhans-Inseln (Cluster dieser Zellen) oder sogar komplette Bauchspeicheldrüsen gebildet werden [3]. Dieser Fortschritt könnte ein echter Durchbruch bei der Behandlung von Typ-1-Diabetes sein [3].
Bisher haben Forscher mehrere Stammzelltypen verwendet, um insulinproduzierende Zellen zu erzeugen oder die normale Entwicklung der Bauchspeicheldrüse nachzuahmen, mit unterschiedlichen Erfolgen [3]. In den letzten beiden Jahrzehnten haben mehrere Tierstudien gezeigt, dass transplantierte Beta-ähnliche Zellen (die aus Stammzellen gewonnen werden) Insulin absondern, hohen Blutzucker reduzieren und monatelang einen gesunden Glukosespiegel halten können [3].
Es gibt jedoch signifikante Unterschiede zwischen Tiermodellen und Menschen [3]. Was also zeigt die Forschung am Menschen?
Mehrere klinische Studien der letzten Jahre belgen, dass die Anwendung von Knochenmark- und Nabelschnurstammzellen den Krankheitsverlauf bei frühdiagnostiziertem Typ-1-Diabetes positiv beeinflussen kann [3]. Diese Studien haben ergeben, dass die Behandlung dazu beitragen könnte, die Funktion der Betazellen zu erhalten, den Blutzuckerspiegel zu senken, den täglichen Insulinbedarf zu verringern und die Episoden schwerer Hypoglykämien zu reduzieren [3].
Obwohl sich die Behandlungen in diesen Studien als wirksam und gut verträglich erwiesen, waren sie insgesamt überschaubar, mit einer kurzen Nachbeobachtungszeit und kein Patient erreichte Insulinunabhängigkeit, was bedeutet, dass jeder Teilnehmer weiter Insulin spritzen musste [3].
Neuere Forschungen ergaben diesbezüglich jedoch einige vielversprechende Fortschritte.
In einer neuen klinischen Studie verwendeten Forscher Stammzellen, um Insulin-produzierende Betazellen im Labor zu erzeugen und transplantierten siezwei Menschen mit Typ-1-Diabetes [4].
Danach benötigte ein Patient 30% weniger Insulininjektionen als vor der Transplantation und der andere erreichte volle Insulinunabhängigkeit — was bedeutet, dass er nun das gesamte Insulin, das er benötigt, selbst produziert und nicht mehr spritzen muss [4, 5].
Nach den vorläufigen Ergebnissen, die im Juni 2022 bekannt gegeben wurden, lag der Blutzuckerspiegel bei beiden Patienten auch nach der Transplantation deutlich länger im Normalbereich als davor [4, 5].
Dr. Camillo Ricordi, M.D., Professor für Chirurgie und Direktor des Diabetes Research Institute an der University of Miami Miller School of Medicine und Vorsitzender des Lenkungsausschusses für die klinische Studie: „Die Ergebnisse der ersten beiden Patienten, die mit der Hälfte der Zieldosis behandelt wurden, sind bemerkenswert und ermutigend, da wir die Behandlung durch Stammzelltherapie von Patienten mit Typ-1-Diabetes weiterhin untersuchen.“ [5]
Diese klinische Prüfung läuft noch [4].
Insgesamt haben Studien bestätigt, dass Stammzelltherapie bei Typ-1-Diabetes wirksam und gut verträglich ist, mit minimalen Nebenwirkungen [1, 3, 5, 6]. Dennoch müssen Forscher erst noch verstehen, wie sie Patienten dabei helfen können, komplett unabhängig von Insulininjektionen zu werden [3] und die Herausforderungen und Bedenken hinsichtlich der Risiken dieser Therapie bleiben bestehen [1, 3, 7].
Eine große Herausforderung bei der Stammzellbehandlung für Diabetes Typ 1 ist, dass das Immunsystem des Patienten, die transplantierten Betazellen abstoßen kann [3]. Erschwerend kommt hinzu, dass es sich bei Typ-1-Diabetes um eine Autoimmunerkrankung handelt [3].
Um dieses Problem zu vermeiden, müssen Teilnehmer an klinischen Studien mit Stammzellen auch Immunsuppressiva einnehmen [5]. Die Langzeitanwendung von Immunsuppressiva kann jedoch Nebenwirkungen haben und das Infektions- und Tumorrisiko erhöhen [7].
Die Forscher arbeiten deshalb aktiv an Technologien, die Immunsuppressiva überflüssig machen [3, 5]. Dazu gehört die Verkapselung, bei der die Betazelle in eine Kapsel eingebettet wird, die sie vor Autoimmunangriffen schützt, während sie weiter Insulin abgibt [3, 5].
Ein weiteres Hindernis besteht darin, dass einige der verwendeten Stammzellen nicht vollständig ausgereift sind und Forscher nicht mit Sicherheit wissen, wie sich diese Zellen nach einer Transplantation im Körper eines Menschen verhalten [3, 7]. Beispielsweise könnten Stammzellen auf Grund genetischer Veränderungen krebserregend werden, was das Tumorrisiko erhöht [1, 7].
Obwohl in mehreren Studien die Verträglichkeit und Wirksamkeit von Stammzellen zur Behandlung von Typ-1-Diabetes festgestellt wurde, weisen Experten darauf hin, dass diese Risiken sorgfältig geprüft werden sollten und größere Studien mit längerer Nachbeobachtung erforderlich sind [1, 6].
Trotz der genannten Herausforderungen sind Experten zuversichtlich, dass die Stammzelltherapie tatsächlich ein vielversprechender Weg zur Heilung von Typ-1-Diabetes ist [3, 7].
2013 kamen die Autoren von Stem Cell Therapy to Cure Type 1 Diabetes: From Hype to Hope zu folgendem Schluss: „Die Anwendung der Stammzelltherapie bei der Heilung von T1D [Typ-1-Diabetes] erscheint äußerst vielversprechend und ist verbunden mit der Hoffnung auf dauerhafte Heilung“ [7].
Ein Jahrzehnt signifikanter Fortschritte später, geben sich die Autoren einer weiteren Überprüfung noch zuversichtlicher. „Trotz [der] Hindernisse“, schreiben Chen et al., „stellt die Stammzellentherapie für T1DM den fortschrittlichsten Ansatz zur Heilung von Typ-1-Diabetes dar“ [3].
Die Behandlung von Diabetes mit Stammzellen ist ein spannendes Forschungsgebiet mit bisher vielversprechenden Ergebnissen [3, 7].
Wenn Wissenschaftler eine Stammzellbehandlung erfolgreich durchführen können, kann dies Menschen mit Typ-1-Diabetes helfen, ihren Blutzucker ohne Insulininjektionen im normalen Bereich zu halten [3, 4].
Allerdings müssen die langfristigen Risiken in Betracht gezogen werden und wir brauchen größere Studien mit längerer Nachbeobachtung, bevor wir diese Therapie umfassend umsetzen können [1, 6].
Diabetes sollte Sie nicht daran hindern, neue Orte zu erkunden, neue Erfahrungen zu machen und neue Erinnerungen zu schaffen [1, 2]. Aber Reisen unterbricht auch Ihre Routine und kann Ihre Blutzuckereinstellung stören, was bei Typ-1-Diabetes ein Gesundheitsrisiko darstellen kann [2]. Deshalb ist eine vorausschauende Planung das A und O bei Reisen mit Diabetes [1].
In unserem Leitfaden finden Sie hilfreiche Tipps, was Sie wann einplanen sollten und wie Sie gesund und stressfrei verreisen können, damit Sie Ihren Urlaub umfassend genießen können [1, 2].
Idealerweise sollten Sie mehrere Wochen im Voraus mit den Reisevorbereitungen beginnen [1]. Gehen Sie zu Ihrem Arzt, lassen Sie sich untersuchen und nutzen Sie die Zeit, um Ihre Pläne zu besprechen, einschließlich der Frage, wie sich geplante Aktivitäten auf Ihren Diabetes auswirken und was Sie dagegen tun können, wie Sie Ihre Insulindosis bei Bedarf anpassen können, wie Sie mit möglichen Krankheiten während Ihrer Abwesenheit umgehen und ob Sie Glucagon mitnehmen sollten [1, 2].
Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt, ob Sie für Ihr Reiseziel bestimmte Impfungen benötigen und lassen Sie sich mindestens vier Wochen vor der Reise impfen [1, 2].
Wenn Sie eine Reise über mehr als zwei Zeitzonen hinweg planen, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihr Diabetes-Team informieren, damit Sie im Voraus Mahlzeitenpläne und einen neuen Insulinplan vorbereiten können [1].
Ihr Arzt sollte Ihnen auch einen Brief schreiben, aus dem hervorgeht [1, 2]:
Bitten Sie Ihre Apotheke um eine Liste Ihrer Medikamente, einschließlich generische Bezeichnungen und Dosierungen [1]. Führen Sie eine Kopie dieser Liste in Ihren Reisedokumenten zusammen mit dem Schreiben Ihres Arztes mit [1].
Außerdem sollte Ihr Arzt Ihnen auch ein Rezept für Ihre gewöhnlichen Medikamente ausstellen, falls Ihnen diese unterwegs ausgehen [1, 2].
Wenn Sie fliegen, überprüfen Sie die aktuellen Sicherheitsinformationen Ihrer Fluggesellschaft - die in der Regel online verfügbar sind -, um sich vor der Ankunft am Flughafen über etwaige besondere Richtlinien zu informieren [1].
Sie können im Voraus, falls gewünscht, eine Sondermahlzeit bestellen, die Ihren Ernährungsbedürfnissen entspricht [2]. Alternativ können Sie eigenes Essen für den Flug einpacken [2].
Tipp: Sie können Ihrer Fluggesellschaft im Voraus mitteilen, dass Sie Diabetes haben und Medizinbedarf mit sich führen müssen [1]. So können Sie die Sicherheitskontrollen am Flughafen leichter passieren [1].
Sie sollten dies auch dem Sicherheitspersonal am Flughafen mitteilen [1], aber dazu weiter unten mehr.
Beim Einpacken Ihrer Medikamente können Sie gar nicht sorgfältig genug sein. Rechnen Sie zunächst aus, wie viel von den folgenden Dingen Sie ausgehend von der Reisedauer benötigen [1, 3]:
Verdoppeln oder verdreifachen Sie sogar die Menge, die Sie voraussichtlich benötigen werden [2, 3].
Packen Sie Ihre Vorräte in mehrere Taschen, für den Fall, dass eine Tasche verloren geht [1, 3]. Bestimmte Dinge müssen im Handgepäck mitgeführt werden, darunter Insulin, Testgeräte und Behandlung bei Hypoglykämie (Unterzuckerung) [1].
Extreme Temperaturen können die Qualität des Insulins beeinträchtigen und dazu führen, dass es seine Wirksamkeit verliert. Daher ist es wichtig, es auf Reisen richtig zu lagern [1]. Im Folgenden finden Sie einige Tipps für die richtige Lagerung von Insulin während Ihrer Reise:
Achten Sie darauf, dass Sie auch die folgenden Dinge einpacken:
Im Ausland müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Diabetesversorgung nicht unterbrochen wird [1]. Schließen Sie eine Reiseversicherung ab oder vergewissern Sie sich, dass Sie in dem Land, das Sie besuchen möchten, Zugang zu einer guten medizinischen Versorgung haben [1].
Vergewissern Sie sich, dass Ihre Reiseversicherung speziell Typ-1-Diabetes abdeckt, da dies nicht bei allen Policen der Fall ist [1]. Denken Sie daran, Ihre Versicherungsdokumente immer mit sich zu führen [1].
Nehmen Sie außerdem Ihre Notfall-ID oder Ihren Arztbrief mit, falls Sie nicht in der Lage sind, Ihren Gesundheitszustand selbst zu erklären [1].
Informieren Sie das Sicherheits- oder Kontrollpersonal über Ihren Gesundheitszustand [4]. Zeigen Sie das Schreiben Ihres Arztes und Ihre Notfall-ID [4].
Alle mit Insulin zusammenhängenden Medikamente und Geräte müssten sicher durch die Sicherheitskontrolle gelangen, nachdem Sie das Sicherheitspersonal über Ihren Zustand informiert haben [1]. Dennoch gibt es noch einige Dinge zu beachten:
Menschen mit Diabetes sind von den Flüssigkeitsrestriktionen beim Fliegen ausgenommen, so dass Sie grössere Mengen an Flüssigkeiten einpacken können, z.B. Saft als schnell wirkende Kohlenhydrate [2]. Sie können auch Gelpacks verwenden, um Ihr Insulin zu kühlen [2].
Der Wechsel der Zeitzone, Aktivitäten, Temperaturen und Essgewohnheiten können Ihren Blutzucker im Urlaub beeinflussen [1, 2].
Ihr Blutzuckerspiegel kann bei Ihrer Ankunft am Zielort leicht außerhalb des zulässigen Bereichs liegen, müsste sich aber innerhalb weniger Tage wieder einpendeln [2]. Kontrollieren Sie Ihren Blutzucker regelmäßiger und passen Sie Ihre Insulindosis entsprechend an [2].
Essen gehört zu den Höhepunkten einer Reise in ein anderes Land. Versuchen Sie jedoch, sich an schmackhafte Speisen zu halten und ungesundes Essen zu vermeiden; entscheiden Sie sich lieber für gesunde Alternativen [2]. Sie können beim Zimmerservice gesündere Optionen bestellen, sofern es einen solchen gibt [2].
Bei einem besonders aktiven Urlaub kann es sein, dass Sie Ihre Insulindosen anpassen müssen [3]. Überprüfen Sie Ihren Blutzuckerspiegel vor und nach körperlicher Aktivität - auch nach einer Stadtbesichtigung oder nach dem Schwimmen im Meer - und passen Sie Ihr Insulin, Ihre Ernährung und Ihre Aktivität entsprechend an [2].
Bei einer Zeitverschiebung von unter vier Stunden brauchen Sie Ihren Behandlungsplan nicht anzupassen [3]. Wenn Sie jedoch über zwei oder mehr Zeitzonen fliegen, ist eine zusätzliche Vorbereitung erforderlich [1]. Gemeinsam mit Ihrem Diabetes-Team sollten Sie einen neuen Mahlzeiten- und Insulinplan aufstellen [1].
Hohe Temperaturen können die Verarbeitung von Insulin im Körper beeinträchtigen [2]. Sie führen nämlich dazu, dass der Körper das Insulin schneller aufnimmt und erhöht somit das Risiko einer Unterzuckerung [5]. Das Risiko ist noch höher, wenn man in der Hitze herumläuft und sich mehr bewegt als sonst [2, 5].
Ein Sonnenbrand hingegen kann den Blutzuckerspiegel erhöhen [6]. Um die Risiken bei Hitze zu verringern, sollten Sie folgende Tipps beachten:
Außerdem sollten Sie nirgends barfuß laufen - auch nicht am Strand oder am Swimming-Pool -, da dies das Verletzungsrisiko erhöht [2, 6].
Denken Sie daran, Ihr Insulin nicht am Strand herumliegen zu lassen. Direkte Sonneneinstrahlung kann das Insulin verderben, sodass es weniger oder gar nicht wirksam ist [6].
Auch kalte Temperaturen können den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen lassen [5, 7]. Das liegt daran, dass kalte Temperaturen die Stresshormone im Körper erhöhen, die wiederum den Blutzucker erhöhen und die Insulinproduktion verringern [7].
Denken Sie bei kalten Temperaturen daran [7]:
Reisen mit Diabetes kann spannend sein, Spaß machen und sich lohnen, vorausgesetzt, Sie planen so viel wie möglich im Voraus [1, 2, 3]. Wenn Sie Ihren Urlaub gut planen, gibt es kaum etwas, was Sie nicht tun können, während Sie unterwegs sind und Sie werden vielleicht feststellen, dass Sie mit jedem Urlaub stärker, sicherer und abenteuerlustiger werden [3].
Mit Menschen, die nicht mit der Krankheit leben, über Diabetes zu sprechen, kann schwierig oder unangenehm sein [1]. Es hat jedoch viele Vorteile, wenn Sie Ihre Familie, Ihre Freunde und Kollegen darüber informieren [1].
In diesem Artikel wird erklärt, wie man mit Menschen ohne Diabetes über Diabetes spricht. Die folgenden Informationen sollen Ihnen bei Gesprächen helfen, die sich zunächst vielleicht unangenehm anfühlen, Ihnen aber langfristig helfen können, mit Ihrem Diabetes besser umzugehen [1].
Mit Freunden, Verwandten und Kollegen über Ihren Diabetes zu reden, kann in mehrfacher Hinsicht hilfreich sein [1]:
Wenn Sie offen über Ihre Krankheit sprechen, können Sie schnell mit anderen Menschen in Kontakt kommen, die ebenfalls an Typ-1-Diabetes leiden. Sie werden überrascht sein, wie viele Menschen in Ihrem Umfeld auch andere Menschen mit dieser Krankheit kennen [1].
Manche Menschen empfinden es als unangenehm, peinlich oder entmutigend, offen über ihren Diabetes zu sprechen [1, 3]. Lassen Sie sich Zeit, um zu entscheiden, wann Sie mit Ihren Freunden und Kollegen darüber sprechen wollen [1]. Denken Sie daran, dass Sie zeitlich nicht unter Druck stehen, wenn es um den mentalen Umgang mit Typ-1-Diabetes geht; Gehen Sie die Schritte in Ihrem ganz persönlichen Tempo an [3].
Wenn es Ihnen unangenehm ist, mit Kollegen darüber zu sprechen, können Sie auf Informationsbroschüren verweisen, die andere selbst durchblättern können, oder Sie können diese Unterlagen als Leitfaden für Ihr Gespräch verwenden [3].
Bedenken Sie jedoch: Je früher Sie mit anderen über Ihre Erkrankung sprechen, desto einfacher ist es [1]. Ein Aufschieben des Gesprächs könnte die Dinge langfristig noch unangenehmer machen [1].
Sie müssen ja auch nicht alles auf einmal preisgeben, wenn Ihnen unwohl dabei ist [1]. Vielleicht sagen Sie zuerst einfach, dass Sie Diabetes haben und Insulin spritzen müssen, oder informieren Sie Ihr Umfeld vorab über die notwendigen Erste-Hilfe-Maßnahmen [1].
Eine einfache Möglichkeit, um Typ-1-Diabetes zu erklären:
„Typ-1-Diabetes ist eine Erkrankung, bei der der Körper nicht mehr in der Lage ist, Insulin zu produzieren. Insulin ist ein wichtiges Hormon. Ohne Insulin wird der Glukosespiegel im Blut zu hoch. Deshalb müssen Sie regelmäßig Insulin verabreichen [3]. Typ-1-Diabetes kann jeden treffen, in jedem Alter, unabhängig davon, was man isst oder wie aktiv man lebt [3]."
Wenn Sie Menschen ohne Diabetes Ihre Krankheit erklären, werden die Dinge für andere verständlicher, negative Klischeevorstellungen werden beseitigt und Stigmatisierungen abgebaut [3].
Und wenn Sie nicht die Energie haben, die Dinge selbst zu erklären, können Sie jederzeit auf hilfreiche Unterlagen und Broschüren verweisen. Im Folgenden haben wir eine Liste hilfreicher Ressourcen für Sie zusammengestellt.
Ihren Angehörigen mitzuteilen, dass Sie Diabetes haben, kann beängstigend wirken [1]. Man kann die Reaktionen anderer nie genau vorhersagen und manchmal fallen diese vielleicht weniger hilfreich aus, als Sie es sich erhofft haben.
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Folgendes könnte passieren:
Nutzen Sie die folgenden Tipps, um diese Probleme zu lösen.
Denken Sie daran, dass es in Ordnung ist, Grenzen zu setzen. Sie haben ein Recht auf Ihren Freiraum und es ist absolut in Ordnung, Eltern oder Angehörigen zu sagen, dass Sie etwas Abstand brauchen, um Ihre Gefühle zu verarbeiten, vor allem, wenn Sie gerade erst die Diagnose für Typ-1-Diabetes erhalten haben [1]. Wenn Sie bereit sind zu reden, lassen Sie andere wissen, wie Sie sich fühlen [1]. Versuchen Sie, Ihre Gefühle offen und ruhig anzusprechen, und zwar zu einem Zeitpunkt, der für alle Beteiligten geeignet ist [1].
Überlegen Sie, ein Familienmitglied zu Ihren Arztterminen mitzunehmen. Das kann Ihnen dabei helfen, Ihren Zustand besser zu verstehen und hoffentlich Spannungen zu beseitigen.
Versuchen Sie, positiv zu bleiben [5]. Manche Menschen mit Diabetes sagen, dass sie auf Grund ihrer Krankheit besser auf sich selbst achten, dass sich ihre allgemeine Gesundheit und Ihr Wohlbefinden verbessert haben und dass sie mitfühlender, selbstbewusster und reifer geworden sind [5].
Andere Menschen mit Diabetes erwähnen, dass ein humorvoller Umgang mit der Krankheit helfen kann, sie besser zu bewältigen. Wenn Sie sich wohlfühlen und entspannt mit Ihrer Krankheit umgehen können, werden andere das auch tun [1].
Mit Hilfe eines ermutigenden und positiven Netzwerks aus Familie und Freunden können Sie gemeinsam Herausforderungen leichter bewältigen und eine optimistische Einstellung bewahren, die Ihnen in Zukunft nur von Nutzen sein kann [5].
Wenn Sie Ihrem Kind Diabetes erklären, ist es wichtig, dass Sie Ihre Worte an den Entwicklungsstand Ihres Kindes anpassen [6]. Wenn Sie zu einfache Worte verwenden, wird Ihr Kind Ihre Erklärung vielleicht nicht ernst nehmen [6]. Wenn Sie zu komplizierte Worte verwenden, könnte das Gesagte missverstanden oder vergessen werden [6].
Beantworten Sie alle Fragen, aber drücken Sie sich möglichst einfach aus [1]. Denken Sie daran, dass Geduld der Schlüssel dazu ist, um Ihren Zustand zu erklären und wie Sie insgesamt mit Ihren Kindern umgehen [1]. Wenn Sie sich in der Gegenwart Ihrer Kinder besonders reizbar und ungeduldig fühlen, könnte dies möglicherweise auf Ihren Blutzuckerspiegel zurückzuführen sein. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um Ihre Werte zu messen, behandeln Sie sie gegebenenfalls, und besprechen Sie dann die Situation erneut [1].
In den meisten Fällen sind Sie nicht verpflichtet, Ihrem Arbeitgeber Ihren Diabetes offenzulegen, aber ein offenes Gespräch über Diabetes am Arbeitsplatz kann erhebliche Vorteile bringen [8].
Bedenken Sie die folgenden Vorteile, bevor Sie entscheiden, ob Sie Ihre Erkrankung offenlegen oder nicht [8]:
Wenn Ihre Kollegen und Ihr Arbeitgeber über Ihren Zustand Bescheid wissen, können sie Ihnen bei einer Unterzuckerung helfen.
Ihr Vorgesetzter kann entsprechende Anpassungen vornehmen, damit Sie sich um sich selbst kümmern können - zum Beispiel, indem er Ihnen einen privaten Bereich zur Verfügung stellt, in dem Sie Ihren Blutzucker messen können, oder indem er Ihnen zusätzliche Pausen einräumt, um Ihren Blutzucker zu messen, Snacks zu sich zu nehmen und Ihren Diabetes zu behandeln.
Sollten sich Ihre Lebensumstände ändern, z.B. wenn Sie schwanger werden oder erkranken, müsste es einfacher sein, von der Arbeit freigestellt zu werden, damit Sie Ihre Arzttermine wahrnehmen können.
Es kann strategisch sinnvoll sein, im Gespräch mit dem Arbeitgeber den Fokus auf die langfristige Produktivität zu legen. So wird deutlich, dass kleine Anpassungen eine lohnenswerte Investition in Ihre dauerhafte Arbeitskraft darstellen [8].
Mit Menschen, die keinen Diabetes haben, über Ihre Krankheit zu sprechen, kann beängstigend wirken, hat aber auch viele Vorteile [1].
Wenn Sie die vorstehenden Tipps befolgen, können Sie ein unterstützendes und ermutigendes Netzwerk mit Freunden, Verwandten und Mitarbeitern aufbauen [1]. Dieses Unterstützungsnetz kann Ihnen helfen, Ihren Diabetes besser zu bewältigen und Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden langfristig zu verbessern [1, 5].